Amazon RDS: Eine Datenbank in der Cloud

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28. October, 2009 · Keine Kommentare

Amazon Web Services - Logo (RDS) Amazon arbeitet weiter an seinen Web Dienstleistungen. Mit der Tochterfirma Amazon Web Services bietet das Versandhaus Cloud-based Services an, also sehr skalierbare Systeme wie zum Beispiel Server (“Elastic Compute Cloud” / EC2) und Speichersysteme (“Simple Storage Service” / S3). Bezahlt werden diese Services per pay-by-use, sprich man bezahlt nur das, was man auch nutzt. Somit liegen die zwei Hauptvorteile auf der Hand:

  • Man kann Serverausfälle durch Traffic-Peaks vorbeugen
  • Man bezahlt nicht für unnötige Infrastruktur, die nur selten ausgelastet wird

Zu dem bestehenden Datenbankangebot SimpleDB™ gesellt sich nun der Relational Database Service oder kurz RDS. Dieser versetzt MySQL 5.1 in die Cloud und steht ab sofort jedem als Beta Version zur Verfügung.

Kosten des Amazon Relational Database Service

Amazon gibt auf der eigenen Website nur die Preise in US Dollar an. Ich habe diese mal mit dem aktuellen Kurs1 umgerechnet.

Name RAM Comp Preis in €1
pro Stunde
Preis in $
pro Stunde
Small DB Instance 1.7 GB 1 ECU 0,074€ $0.11 USD
Large DB Instance 7.5 GB 4 ECUs 0,297€ $0.44 USD
Extra Large DB Instance 15 GB 8 ECUs 0,594€ $0.88 USD
Double Extra Large DB Instance 34 GB 13 ECUs 1,05€ $1.55 USD
Quadruple Extra Large DB Instance 68 GB 26 ECUs 2,09€ $3.10 USD


Zusätzlich fallen dann noch Kosten für den Datenverkehr von und zu RDS an. Für den Datenaustausch innerhalb der Amazon Web Service Angebote werden aber keine Kosten berechnet (falls man zB. den Webserver via EC2 benutzt).

Eingehende Daten:

  • Pauschalpreis von $0.10 (0,07€) pro GB

Ausgehende Daten:

  • Die ersten 10 TB kosten pro Monat $0.17 (0,12€) je GB
  • Bis 40 TB kosten pro Monat $0.13 (0,09€) je GB
  • Bis 100TB kosten pro Monat $0.11 je GB
  • Über 150 TB kosten pro Monat $0.10 (0,07€) je GB

Weitere Details zu Amazons RDS

Backups der Datenbank sind im Preis enthalten, sofern das Backup nicht größer ist, als die Originaldaten, was ja normalerweise der Fall ist. Das Downloaden das Backups verursacht die oben genannten Kosten für den Datenverkehr (außer man legt diese auf einem EC2 Server ab oder im S3).

Die RDS API Tools ermöglichen vollen Zugriff auf alle MySQL Features, also auch der MySQL Shell.

Solange der RDS Service noch in der Beta Phase ist, kann man pro AWS Account bis zu 20 Datenbank anlegen, wovon jede bis zu 1 Terrabyte an Daten fassen kann.

Weiterführende Links zu RDS

1: Die Umrechnung von Dollar in Euro erfolgte mit dem Wechselkurs von 1USD = 1Euro vom 28.10.09, 11:00 Uhr. Es steht noch offen ob Amazon eine Preisdifferenzierung für Europa vornimmt.

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