Apache beschleunigen mit Google

4. November, 2010 · Keine Kommentare

Google hat heute ein sehr interessantes Projekt veröffentlicht: mod_pagespeed für den Webserver Apache. Mit diesem Plugin können Webmaster in Handumdrehen den Loadspeed ihrer Website verbessern – angeblich sogar halbieren. Auf der Demo-Website modpagespeed.com kann man sich anschauen, was das Plugin im Einzelnen bietet und auch die Resultate daraus testen. Hier die Übersicht:

  • Messung der Lade- und Renderzeit mittels Javascript
    (“add_instrumentation“)
  • Automatische Verbesserung der Caching Header Einstellungen gemäß Best Practices von Google
    (“extend_cache“)
  • Entfernung unnötiger Leerzeichen um die Dateigröße zu reduzieren
    (“collapse_whitespace“)
  • Verschmelzen von mehreren CSS Dateien zu einer einzigen Datei um die Anzahl der Requests zu verringern
    (“combine_css“)
  • Generierung einer einzelnen HEAD Section, wenn der Code mehrere HEAD Tags aufweist (Wer macht sowas?!)
    (“combine_heads“)
  • Verschiebung von Inline CSS und CSS Includes in den HEAD Bereich – was die Renderzeit verbessert
    (“move_css_to_head“)
  • Entfernung von überflüssigen HTML Attributen
    (“elide_attributes“)
  • Konvertierung von kleinen CSS Dateien in Inline CSS
    (“inline_css“)
  • Konvertierung von kleinen Javascript Dateien in Inline Javascript
    (“inline_javascript“)
  • Konvertierung von größeren Inline CSS Blöcken in externe CSS Datei um diese clientseitig cachebar zu machen und so die Dateigrößen zu verringern
    (“outline_css“)
  • Konvertierung von größeren Inline Javascript Blöcken in externe JS Datei um diese clientseitig cachebar zu machen und so die Dateigrößen zu verringern
    (“outline_javascript“)
  • Entfernung von unnötigen Anführungszeichen
    (“remove_quotes“)
  • Entfernung von HTML Kommentaren
    (“remove_comments“)
  • CSS Minimierung (Scheint nicht so effektiv wie der YUI Compressor zu sein)
    (“rewrite_css“)
  • Optimierung von Bildern durch Verkleinerung, META-Daten Reduzierung und Re-Komprimierung (JPEG)
    (“rewrite_images“)
  • Javascript Minimierung
    (“rewrite_javascript“)

All diese Features lassen sich via Konfigurationsdatei einzeln an- bzw. ausschalten.

Einziger Wermutstropfen von mod_pagespeed ist die Vorraussetzung von Apache 2 – was den Einsatz bei verschiedenen veralteten Hostern unmöglich macht. Allerdings ruft Google die Community auf, Portierungen und Erweiterungen zu entwickeln – vielleicht wird also schon bald auch mod_pagespeed für Apache 1.x verfügbar sein.

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